Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Antifa sollte Angriff heißen!

Offenes Vernetzungstreffen

Nazis und „besorgte Bürger*innen“ bringen massiv ihren Rassismus auf die Straße. Unterkünfte und Geflüchtete werden angegriffen. Und wo ist die radikale Linke? Wir wollen gemeinsam diskutieren, was getan werden muss und welche Interventionsmöglichkeiten wir haben. Wie müssen und können wir uns organisieren, um gegebenfalls schnell reagieren zu können? Auch und gerade außerhalb des HVV-Bereichs.

Donnerstag
24.09.2015
19 Uhr
Rote Flora

antideutscher Anarchismus

Während die libertären Bewegungen im Rest der Welt ihren antinationalen und kriegsfeindlichen Überzeugungen überwiegend treu blieben, schwenkt die anarchistisch-syndikalistisch-linksradikale Bewegung in Frankreich mehrheitlich auf eine Position des „revolutionären Patriotismus“ ein, die sich in der Krisensituation des Sommers 1914 herausbildet. Sie besagt, kurz gefasst, dass Frankreich als Land der Revolution und der Menschenrechte verpflichtet sei, alle Möglichkeiten zu einer friedlichen Lösung des Konflikts auszuschöpfen. Wenn jedoch alle bemühungen an der Unnachgiebigkeit und dem Aggressionswillen des Gegners scheitern sollten, hätten auch die Revolutionäre die Pflicht, das Land als Hort der Demokratie und anderer universeller Werte zu verteidigen.

im Vorwort von Michael Halfbroft zu Émile Pouget – Die Revolution ist Alltagssache

Die Position der französischen Genoss_innen wird zwar nicht völlig verdammt, doch aber im folgenden als Symptom der allgemeinen nationalistsichen Propaganda in Frankreich gedeutet, wie es sie im prinzip ebenfalls in Deutschland gab.
Aber auch der von allen geschätzte Genosse Kropotkin blieb im ersten Weltkrieg nicht unparteiisch. Es sei nicht egal gewesen, wer in dieser Auseinandersetzung als siegende Macht hervorgeht, war seine Einschätzung und stellte sich auf die Seite der Alliierten gegen Deutschland.
In der Literatur die einem so in der anarchistischen Politisierung dargeboten wird gibt es um diese Positionen keine Auseinandersetzung. Kropotkins Positionierung für eine Kriegspartei wird nicht unbedingt verschwiegen, aber es wird als Alterserscheinung abgetan und damit ist der Punk auch abgehakt.
Ebenso verhält es sich nach meinem Eindruck mit der Auseinandersetzung mit den den Anarchosyndikalist_innen um Rudolf Rocker in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese haben mit der Föderation freiheitlicher Sozialisten keine neue revolutionäre Gewerkschaft aufgebaut sondern einen theoretisch und publizistisch ausgerichteten Zusammenhang gegründet. Dieses Moment des innehaltens, des nicht einfach weitermachens sondern sich sammeln und das geschehene zu reflektieren wird jedoch nicht als vielleicht Notwendig diskutiert sondern gilt als Revisionismus. Was es natürlich auch ist, aber in dem Wort des Revisionismus klingt ja immer der Vorwurf der Abkehr von den alten, ewig gültigen Werten mit.
Es drängt sich immer wieder der Eindruck auf, der historische Anarchismus war durchaus versierter als das was die nachfolgenden Genoss_innen aus ihm gemacht haben.

Fangen wir mit dem Abriss an

Ich weiss, ich bin zu spät. Meine Unfähigkeit konzentriert zu schreiben bzw. überhaupt zu schreiben und mangeldne Zeit verhinderten ein rechtzeitigeres erscheinen. Nun möchte ich das bereits geschriebene jedoch auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen:

Am 18. März wird unter anderem das ‚…ums Ganze!‘-Bündis in Frankfurt gegen das Krisenelend demonstrieren. Als libertäre Kommunist_in erhofft man sich vom „kommunistischesn Bündnis“, dass zudem antiautorität auftritt, etwas mehr als vom restlichen Sammelsurium aus reformistischen oder schlimmeren Gruppen und Bewegungen (wobei die aufmerksame Leserin bereits weiss, dass der Autor nicht allzu gut auf ‚… ums Ganze!‘ zu sprechen ist und somit ohne Illusionen). Zu diesem Anlass hat ‚…ums Ganze!‘, wie es sich heutzutage gehört, ein Mobilisierungsvideo produziert. Dieses ist sogar sehr gut gelungen und macht durchaus Spaß zu gucken, fast wie ein Trailer für einen Film. Doch die gute Produktion des Videos macht es am Ende nur noch weniger ertäglich, denn der Inhalt lässt um so mehr zu wünschen übrig.

Es wird zunächst die madmaxisierung der Welt bebildert. Der Aufstieg des Islamischen Staates und Bürgerkriege stehen für den Zustand der Welt. Hintergrund des ganzen ist die allgemeine Konkuzrrenz und der Widerspruch des Kapitalismus, dass die Produktivkraftentwicklung nicht zu mehr Reichtum sondern zu mehr Armut führt. An die alten Versprechen des Kapitalismus vom allgemein steigenden Wohlstand glaubt niemand mehr.
Der Kapitalismus ist in sich schon die Krise, wird diese dann manifest führt das jedoch weniger zu emanzipatorischen Aufständen sondern sie „befördert Ressentiments und Aggression“ gegen Minderheiten. So weit so okay.

Dann heisst es „Wer seine Nachbarn erschlägt, der kann nicht Seite an Seite mit ihm aufbegehren“. Das ist natürlich streng genommen nicht falsch, es lässt jedoch die Intention des Erschlägers völlig außer Acht. Das Problem ist ja, dass er gar nicht gegen die Herrschaft aufbegehren möchte, sondern sich mit dieser Gemein macht. ‚…Ums Ganze!‘ unterstellt hier in guter GSP-Manier das objektive Interesse, dass der Mitbürger nur leider nicht teilt. Der angeführte Satz aus dem Video erinnert somit stark an die linke Parole Anfang der 90er Jahre: Ausländer sind die falsche Adresse, haut den Bonzen auf die Fresse.

Weiter wird gesagt, die Rassisten und Fundamentalisten stellen nur die falschen Fragen. Es geht also scheinbar nur darum Ihnen die richtigen Fragen unterzuschieben und dann kommen sie statt auf die Antwort ‚Pogrom‘ zu der Antwort ‚Revolte‘. Zweifellos kommen die Rassisten zu in jeder Hinsicht falschen Antworten, also müssen auch die Fragen schon falsch sein. Der Frage die sich das jeweilige Subjekt in der Krise stellt ist jedoch nicht der Anfang der Kette. Vor der Frage warum es falsch läuft steht ja schon eine jeweilige Analyse dessen was falsch läuft und wie es eigentlich sein sollte. Und da tut sich bereits ein unüberwindbarer Graben auf zwischen den Kräften der Emanzipation und denen der Barbarei. Konkret ist das natürlich etwas komplexer und es ist eine Aufgabe der Kritik zu polarisieren damit geschieden wird zwischen denen die für Freiheit und Glück für Alle streiten und jenen deren Glück im Unglück der anderen besteht.

Doch zurück zu Europa und der Ökonomie: der Kapitalismus ist die Krise wurde zu Anfang bereits zu recht festgestell. Doch wer nun daran anschließend eine spezifizierung dieses Urteils erhofft wird enttäuscht. Denn sie ziehen ja vorerst nicht gegen den Kapitalismus zu Felde sondern nur gegen die EZB. Denn diese ist immerhin „ein Instrument zur Durchsetzung deutscher Interessen“. Und die EZB sei außerdem wesentlich für die sozialen Verwüstungen in Europa verantwortlich. Da stellen sich verschiedene Fragen: wenn es gegen die deutsche Vormachtstellung in europa geht, warum wird dann nicht vor dem Bundestag protestiert? Wenn der Kapitalismus die Krise ist, warum fängt man dann hier an die Schuld an dem Elend auf die EZB zu schieben? Die Parole auf dem Plakat zu der Demo lautet „Face the players – fight the game“. doch wer sind die Player im Kapitalismus? Die EZB? Die Bundesregierung und somit letztendlich der Staat bzw die Staaten in der Konkurrenz? Man gewinnt den Eindruck auch bei den staatsfeindlichen antiautoritären Genoss_innen kommt da ein Staatsfetisch zu tage der letztendlich die wirklich waltende Kraft in der Gesellschaft im Staate sieht. In diesem Fall jedoch nicht Positiv mit dem Staat als zu eroberndes Instrument zur Rettung, sondern negativ mit dem Staat als dem letztendlichen Übel. Vom Menschen

Die Erkenntnis, dass der Kapitalismus ein gesellschaftliches Verhältnis ist dem alle unterworfen sind wird weggewischt um endlich wieder ein Feindbild zu haben. Natürlich gibt es Gewinner und Verlierer in dem Spiel und es ist klar für wen es dabei gilt Partei zu ergreifen. Und je konkreter das zu erreichende Ziel, desto eher können natürlich zugeständnisse zugunsten einer diffusen Bewegung gemacht werden. Wenn Wohnungsräumungen oder Abschiebungen verhindert werden oder anders Menschen ganz konkret geholfen wird ist es relativ egal mit wem man sich zu der Duchsetzung arrangieren muss. Wird die EZB-Eröffnung zum desaster gemacht folgt daraus jedoch nichts. Ein bisschen Spaß, sicherlich schöne Bilder und die zugehörige Repression sind der einzige Effekt.

Kommunistische Kritik dagegen führt die Ausweglosigkeit der Refomierung des Kapitalismus dar, da er in seinen Grundzügen unmenschlich ist. Die „angeblichen Sachzwänge“ sind im Großen und Ganzen tatsächliche Sachzwänge. Es gibt kein Heil in der Warenproduzierenden Gesellschaft, deswegen ist die soziale Revolution ja auch so notwendig wie derzeit aussichtslos.

Zusammen mit der Bildsprache des Videos bleibt nicht mehr als der Aufruf zu einer großen Schlacht gegen die EZB. Die zu mobilisierende Fraktion soll natürlich zu den guten gehören, doch es wird nicht so recht klar warum diese nicht nur eine beliebige Fraktion des allgemeinen, weltumfassenden, werdenden Bürgerkrieges ist.

Letztendlich bleibt Festzuhalten, dass dieses Video nichtmal in Ansätzen Aufklärung über die gesellschaftlichen Verhältnisse oder Kritik an diesen darstellt sondern schlicht Propaganda ist.

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Gruppe 8. Mai [FFM]: Blockupy: geschichtsvergessen im Mobilisierungswahn – Ein Einwurf von der Seitenlinie

Es ist ein Symbol der Macht. Und sie haben es uns so hingestellt und wir wollen darüber diskutieren. Ein Radiogespräch im FSK

Islamismus in Hamburg

von der Homepage des Islamischen Zentrum Hamburg:

Das IZH verbreitet in Deutschland die islamistische, antiwestliche und antisemitische Propaganda des Regimes. So heißt es zum Beispiel in einer Rede Khameneis aus dem Dezember 2014, die auf der Webseite des IZH verlinkt ist: „Von Anfang an hat die Regierung der Islamischen Republik … Feindschaft gezeigt gegen das zionistische Regime. Diese Politik hat sich bis heute fortgesetzt. … Wir halfen der Hisbollah im Libanon, die eine schiitische Gruppe ist, in der gleichen Weise, wie wir der Hamas und dem Islamischer Dschihad geholfen haben, und wir werden es auch weiterhin tun … Ich kündige an – und das wird auf jeden Fall geschehen – dass die Westbank wie Gaza bewaffnet werden sollte“.

Terror in Europa: STOP THE BOMB fordert die Aufhebung des Staatsvertrages mit dem Islamischen Zentrum Hamburg (Pressemeldung, 19.1.2015)

Life! Women! Freedom!

No free steps to heaven – The fight against ISIS in Syria and Iraq. December 2014. Itai Anghel from itai anghel on Vimeo.

Doku aus Israel über den Kampf der YPG gegen die Islamisten des Da‘ish.