Archiv für November 2014

An die Nachgeborenen

III

Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut
In der wir untergegangen sind
Gedenkt
Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht
Auch der finsteren Zeit
Der ihr entronnen seid.

Gingen wir doch, öfter als die Schuhe die Länder wechselnd
Durch die Kriege der Klassen, verzweifelt
Wenn da nur Unrecht war und keine Empörung.

Dabei wissen wir doch:
Auch der Haß gegen die Niedrigkeit
verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht
Macht die Stimme heiser. Ach, wir
Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
Konnten selber nicht freundlich sein.

Ihr aber, wenn es so weit sein wird
Daß der Mensch dem Menschen ein Helfer ist
Gedenkt unserer
Mit Nachsicht.

„Antisemit, das geht nicht unter Menschen“

etwas spät aber ich möchte noch diese Veranstaltung empfehlen. Der erste Band ist auf jeden Fall sehr lesenswert, ich hoffe heute Abend auch den zweiten Band dort bekommen zu können.

„Antisemit, das geht nicht unter Menschen“ (Gustav Landauer) – Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel
Buchvorstellung und Diskussion mit Jürgen Mümken

„Trotzdem sind die israelischen Genossen, genauso wie andere Strömungen, dazu gezwungen, die Tatsache zu akzeptieren, dass Israel verteidigt werden muss. Am Tag nach der Ausrufung des Staates Israel (15. Mai 1948) drohte Assam Pasha, der Generalsekretär der Arabischen Liga: „Dies wird ein Vernichtungskrieg mit Massakern wie beim Mongolensturm und den Kreuzzügen.“ In Diskussionen mit israelischen Anarchisten wurde betont, dass die einseitige Auflösung des israelischen Staates überhaupt nicht anarchistisch wäre. Es würde im Gegenteil nur die ungeheure Macht der arabischen Staaten noch vergrößern und ihre Pläne zur Eroberung Israels beschleunigen. […]Die Notwendigkeit der Verteidigung Israels ist – wie unsere Genossen freimütig bestätigten – keineswegs dazu angetan, die konzentrierte Macht des Staates zu beschneiden. Vielmehr bedingt sie die Umsetzung der militärischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Maßnahmen, die unverzichtbar sind, um Israel in ständiger Verteidigungsbereitschaft zu halten. Solche Kriegsvorbereitungen verstärken den Hang zum Despotismus, ein Kennzeichen jedes Staates, anstatt ihn abzuschwächen. Die israelischen Anarchisten (und Nichtanarchisten ebenso) wissen nur zu gut, dass die Beschneidung der Staatsmacht unter solchen Umständen keine echte Alternative ist. Aber sie fühlen sich als Anarchisten moralisch verpflichtet, sich so gut es geht gegen den zunehmenden Despotismus des israelischen Staates zu wehren.“
Sam Dolgoff (1986)

Buchvorstellung und Diskussion mit Jürgen Mümken

„Antisemit, das geht nicht unter Menschen“.
Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel
Jürgen Mümken | Siegbert Wolf (Hrsg.)
Band 1: Von Proudhon bis zur Staatsgründung
Band 2: Von der Staatsgründung bis heute

erschienen bei Verlag Edition AV
Einlass & Essen: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr

Eine Veranstaltung der Libertären Bibliothek Hamburg

Die Veranstaltung bei Facebook | Homepage von Jürgen Mümken

tumblr…

… ist manchmal schon beängstigend. Da schreibt jemand eine Abschiedsnachricht und wer den blog verfolgt weiss, dass die Person suizidal ist und was machen die follower: rebloggen.

:(

GSP II / Roboter / Kosmos

Der Gegenstandpunkt bleibt sich Treu:

Die Palästinenser leben in einem „abgeriegeltem Ghettogebiet“ und Israel will „Lebensraum“ für das „eigene Volk“.
(GegenArgumente Hamburg, November 2014, Seite 4)

Israel ist also der Nazi-Staat von Heute und wie man mit Nazis umzugehen hat, da herrscht ja doch recht große Einigkeit. Als Argument sei nur soviel mitgegeben, wer von Israel redet aber zum Antisemitismus schweigt bereitet das nächste Progrom mit vor (ich befürchte das geht als Argument nicht durch aber was solls).

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Ansonsten sei auf dieses schöne Lied verwiesen:

DatVanGuy – Roboterkommunismus

Also das eigentlich schöne ist der Titel des Liedes aber der Track selber erinnert doch angenehm an die Anfänge dieser ganzen komischen Elektro-Antifa-Antideutsch-Ära.

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Auch möchte ich den Kinobesuch von Interstellar an dieser Stelle empfehlen. Der Film hat mich sehr gut unterhalten und hat eine wunderschöne Ästhetik und die message des Films ist glaube ich auch ganz ansprechend (Auf zu neuen Ufern! Pioniergeist! Fortschritt!) aber ganz sicher bin ich mir noch nicht. Außerdem bietet der Film viel Stoff zum rumphilosophieren wobei er Teilweise schon ins esoterische abdriftet. Aber sobald man die bekannte Physik fiktional hinter sich lässt wird es wohl zwangsläufig metaphysisch.

Interstellar