Die Leidenschaft der Kritik

Heute:

Anonyme Herrschaft. Zum Verhältnis von Reichtum und Subjektivität
Vortrag und Diskussion mit Ingo Elbe (Rote Ruhr Uni, Bochum)
DI 07.12. 2010 | 19 Uhr | Gängeviertel

Da die „Kapitalismuskritik“ die denkt wir lebten noch im Feudalismus zuzunehmen scheint und Parolen wie „Klasse gegen Klasse“ wieder häufiger anzutreffen sind, sei dieser Vortrag allen an der allgemeinen Emanzipation des Menschen Interessierten sehr ans Herz gelegt!

Der Vortrag soll eine Einführung in die Marxsche Begrifflichkeit anonymer Herrschaft sein, in der zentrale Kategorien wie Wert, Charaktermaske oder automatisches Subjekt erläutert werden. Zugleich soll gegen eine falsche Personalisierung des stummen Zwangs der Verhältnisse und gegen eine Auflösung individueller Verantwortung in einem falsch verstandenen Strukturalismus argumentiert werden.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich die Kritik am „falsch verstandenen Strukturalismus“ teilen werden.

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Nächsten Dienstag gibt es dann passend dazu eine gut ergänzende Veranstaltung:

„Allein schon Antisemitismus“
Einführende Veranstaltung zur Kritik des sekundären Antisemitismus
Referieren wird Olaf Kistenmacher.

Dienstag, 14. Dezember. 18:00 – 21:30 in der (T-Stube, Allendeplatz 1, Hamburg)

In der dritten Veranstaltung der „Allein schon…“-Reihe werden wir uns dem Antisemitismus besonders in seiner aktuellen Form zuwenden und einen Einstieg in seine Kritik geben. Zeigen, welche Kontinuitäten, aber auch welche Neuheiten es gibt. Wir wollen aufdecken, was gesellschaftlich hinter Antisemitismus steht und damit auch die Augen öffnen für die Alltäglichkeit, die er weiterhin besitzt.

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Ansonsten wünsche ich eine schöne Vorweihnachtszeit!
Hoffentlich kommt der Schnee wieder!!!

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2 Antworten auf „Die Leidenschaft der Kritik“


  1. 1 Stalins Schäferhund 08. Dezember 2010 um 22:22 Uhr

    Du empfiehlst also einen Vortrag, der konträr zu deiner Meinung geht, dass hier alles voll anonym ist und Klassengegensätze auch nicht mehr relevant wären, damit die Leute da lernen, dass es Klassengegensätze eben doch gibt und die Parole von der „Klasse gegen Klasse“ doch gar nicht so dumm ist. Ist das jetzt schizophren oder schon Dialektik? Wobei, Dialektik kanns nicht sein, denn dann hättest du wohl verstanden, was das mit dem falsch verstandenen Strukturalismus bedeutet, nämlich letztlich nur, dass es zwar nichts bringt, Kapitalisten an den nächsten Laternenpfahl zu hängen (sind eben nur Charaktermasken), deren Interessen aber trotzdem denen der Arbeiterklasse konträr entgegenstehen.

  2. 2 Trotzkis Terrier 09. Dezember 2010 um 1:43 Uhr

    Wer leugnet denn, dass es die Klassengegensätze gibt? Die Frage ist doch nur, welche Rolle sie spielen.

    „Klasse gegen Klasse“ bleibt auch bei einem Bekenntnis zur Existenz von Klassengegensätze falsch, zielt es doch darauf, in dieser Frontstellung etwas zu entdecken, das für die Befreiung des Menschen förderlich ist.

    Und was ist denn gewonnen aus den Interessengegensätzen? Die Erkenntnis, dass die Menschen, die gezwungen sind ihre Arbeitskraft zu verkaufen, sich in Gewerkschaften organisieren sollten?

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