Archiv für Juni 2010

„Pazifisten sind Mörder!“

ein netter Text der AG Antifa Halle zu leider doch immer wieder anzutreffenden formen des linken Antinationalismus und Pazifismus:

Wenn Leute, die noch nie etwas an jamaikanischen, kubanischen oder, in der Ludwigstraße lange Zeit sehr beliebt, kurdischen Flaggen auszusetzen hatten, vor dem Hintergrund des 8. Mai plötzlich ihre Abneigung gegen Nationalfahnen entdecken; wenn Leute, die ihr halbes Leben mit schwarzgefärbten Armeehosen, Ranger- oder BW-Boots und ausgemusterten Bundeswehr-Rucksäcken ausgerüstet waren, vor dem Hintergrund des 8. Mai ihren Antimilitarismus entdecken; und wenn Leute, die immer wieder sehnsüchtig von den 1980er Jahren sprechen, als in der Linken noch alles in Ordnung war – und die Linke u. a. „Waffen für El Salvador“ sammelte –, vor dem Hintergrund des 8. Mai plötzlich ihre Liebe zum Frieden entdecken, dann ist keine besondere Böswilligkeit nötig, um zu vermuten: (1.) Sie haben nichts gegen Krieg als solchen, sondern vor allem etwas gegen den Krieg, der 1939 bis 1945 gegen Deutschland geführt wurde. (2.) Sie haben weniger etwas gegen Armeen, Waffen und Uniformen, sondern eher etwas gegen die Armeen, Waffen und Uniformen der Staaten, die Deutschland 1945 besiegt haben. (3.) Ihnen geht es weniger um Nationalfahnen im Allgemeinen, sondern um die Nationalfahnen, die beim Potsdamer Abkommen auf dem Tisch standen: die Fahnen der Vereinigten Staaten, Großbritanniens, der Sowjetunion und Frankreichs.
weiter…

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Eine wichtige Nachricht für die Antifa Wismar:

Ich hoffe meine kritischen Leserinnen und Leser waren nie so naiv zu glauben, Hitler hätte sich in seinem Führerbunker in Berlin selber das Leben genommen. Ein so mächtiger Dikatotor wie er mit einer gigantischen Militärmaschinerie hinter sich hat es nicht nötig sich feige davonzustehlen. Vermutungen darüber wohin der taktische Rückzug den Führer geführt hat waren indessen lange gefangen in der Sphäre der Spekulation.
Für sehr wahrscheinlich wurde erachtet, dass Adolf Hitler sich im letzten Moment mit seinem Stab und den wichtigsten NS-Größen per Expeditionsschiff Schwabenland aufmachte in die Antarktis zum Anartkisstützpunkt 221. Möglicherweise wurde von dort aus auch ein Durchgang in die Hohlerde geschaffen. Die schlimmste Befürchtung war, dass Hitler dort in Kontakt mit einer Hochzivilisation gekommen ist und möglicherweise durch fantastischste Technik am leben gehalten und mit einer hoch gerüsteten Armee von Superariern auf die Erdoberfläche zurückkommt.
Eine neuere Theorie war, dass die Nazis einen militärischen Stützpunkt auf der dunklen Seite des Mondes hatten auf welchen Hitler sich zurückgezogen hat um zum Gegenschlag zu rüsten.
Andere Quellen wollen Hitler alt aber lebendig in Südamerika gesehen haben.
Doch meine jahrelangen und mühseligen Recherchen fegen alle diese Theorien vom Tisch: scheinbar ist Hitler entweder nie aus Deutschland geflohen, oder er ist wieder zurück.

jaja ich weiss…. schlechter Witz. ;)

run away

Gemischtinfoladen


[via]

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nicht mehr so ganz Aktuell aber soll hier dennoch Erwähnung finden:
Zum Flaschenwurf auf die B5 und zum Überfall von B5-Aktivist_innen auf einen israelsolidarischen Antifaschisten

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Zur Aktualität der deutschen Ideologie
Deutschland und kein Ende

Deutsch-Sein, das ist der Name für eine Ideologie und Praxis, die auf den Endsieg, d.h. die Vernichtung zielt: theoretisch geht es um die Leugnung der für die Erkenntnis der Wahrheit notwendigen Vermittlungen, praktisch um die Vernichtung derjenigen, die der Deutsch-Seiende als die Personen identifiziert, von denen er sich daran gehindert sieht, sich den kapitalistisch, also aufgrund von Vermittlungen produzierten Reichtum, unmittelbar anzueignen – was im Resultat das Kapital in seine Selbstvernichtung treiben muß.

So, also logisch bestimmt, gibt es Deutsche überall auf der Welt. Möglicherweise sogar, wie etwa bis weit in die 1920er Jahre hinein in Frankreich oder heute in den islamischen Ländern, mehr in anderen Staaten als in Deutschland selbst. Deutsch-Sein, das ist weder ein anthropologischer noch ein von irgendeiner Staatsbürgerschaft abhängiger Begriff. Dennoch: historisch und geopolitisch ist und bleibt das Deutschland, so wie es als postnazistischer Staat heute existiert, der notwendige Ort, wo der (Selbst-) Vernichtungswille des Kapitals sich materialisieren muß, damit das auch andernorts existierende Deutsch-Sein wirklich siegen kann. Das darf, so sehr die Logik – allein für sich betrachtet – auch etwas anderes nahelegen mag, nicht übersehen werden.

Referat von Manfred Dahlmann, ISF Freiburg/Wien

Am Freitag dem 11.6.2010 um 19:30 Uhr im St. Petri Altona, Schillerstr. : 22-24 in Hamburg.

Veranstaltet von der Antideutschen Gruppe Hamburg.