Heraus zur reaktionären 1. Mai Demo in Hamburg

Das revolutionäre 1. Mai-Bündnis nimmt sehr kurz Stellung gegenüber den Vorwürfen des Rote Flora Plenums.

Mai-Bündnis 2010 breiter denn je
2010 wird die revolutionäre Mai-Demo vom breitesten Bündnis ihrer 8-jährigen Geschichte unterstützt*, auch von Einzelpersonen und einer Gruppe aus der Roten Flora. Es freut uns, dass wir dazu beigetragen konnten, dem Berliner Beispiel folgend ein breites linkes, diesmal auch internationales Spektrum zur antikapitalistischen Mai-Demonstration zusammen zu bringen.

Unterstützende Gruppen: ADGH, AG Kritische Linke (bei Die Linke, Hamburg), AGIF, Antifakonzert, ATIK, Autonome Antifa Süd-Holstein, Autonome Lurup, GAM, KARAWANE-Café, K&D, Liga gegen den Imperialismus, Rote Szene Hamburg, S.E.N.G, SDAJ Hamburg, SoL (Sozialistische Linke), Sozialforum Eimsbüttel, Verschiedene Einzelpersonen aus der Roten Flora. [Stand 23.04.10]

ADGH – deren Theorie u.a.: Lenin, Mao, Stalin
AG Kritische Linke (bei Die Linke, Hamburg) – antiimp-spinner in ner sozialdemokratischen Partei
AGIF – Teil der Marksist Leninist Komünist Parti, Mit Stalin im Banner
ATIK – Marxisten-Leninisten
K&D – Kritik und Diskussion… M/L oder Gegenstandpunkt oder sowas
Liga gegen den Imperialismus – Name sagt wohl genug
Rote Szene Hamburg – Leninisten-Nachwuchs
SDAJ Hamburg – marxistisch-leninistisch und DKP nah
SoL – sind ja bekannt
Sozialforum Eimsbüttel – Traditions(also Antiimp)-Linke
Verschiedene Einzelpersonen aus der Roten Flora – kann ja jede_r sein

Mit dieser Aufzählung will das revolutionäre 1. Mai Bündnis also widerlegen, dass es ein antizionistischer, reaktionärer Haufen ist?
Da bleibt nur zu sagen: lol

Und JustIn Monday hat sich die Mühe gemacht, dem revolutionären (im emanzipatorischen Sinne) Gehalt des Aufrufes mal auf den grund zu gehen:

Es ist daher keinesfalls verwunderlich, dass das Bündnis, das den Aufruf verfasst hat, von Gruppen bestimmt ist, die sich selbst als antizionistisch bezeichnen und dies, sowie den antisemitischen Gehalt des Antizionismus, bei jeder sich bietenden Gelegenheit kundtun. Andererseits gehen der Aufruftext und der Antisemitismus des B5-Spektrums auch nicht unmittelbar auseinander hervor. Aber um einen Verzicht auf eine antikapitalistische Positionierung, als der die Abgrenzung in der Erklärung der Roten Flora wirkt, handelt es sich dabei nur, solange darunter auch Bilder und Stereotype verstanden werden, die in einer kommunistisch-emanzipatorischen Kritik nichts zu suchen haben. Die Abgrenzung vom Antisemitismus ist dabei tatsächlich das dringendere Problem. Gleichzeitig ist die Angst, die Kritik des Antisemitismus verhindere jede Kritik des Kapitalismus, insofern ernst zu nehmen, als dass von dieser Sorte Kapitalismuskritik wirklich nicht viel übrig bliebe, sobald auf den korrespondierenden Antisemitismus verzichtet würde. Schade wäre es darum in keiner Hinsicht.

Außerdem: ganz nebenbei wird mit dem Gerede von der 8-jährigen Geschichte des revolutionären 1. Mai-Bündnis eine Kontinuität behauptet welche nicht gegeben ist. Das Bündis welches seit 2003 über Jahre die 1. Mai Demos organisierte war explizit sozialrevolutionär und maßgeblich aus dem undogmatischen und anarchistischen Spektrum getragen.

Ansonsten solidarische grüße an alle Antifaschistinnen und Antifaschisten, welche sich bei diesem nassen Wetter mit den Nazis und Bullen rumärgern!

Nachtrag:
habe gerade erfahren, dass es auch ein lustiges cover zu dem bekannten prolligen HipHop-Mobislierungsvideo gibt. :)

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2 Antworten auf „Heraus zur reaktionären 1. Mai Demo in Hamburg“


  1. 1 plastikstuhl 01. Mai 2010 um 23:40 Uhr

    genau auf den Punkt gebracht. Danke!

  2. 2 A. S. 22. Mai 2010 um 15:47 Uhr

    Liebe Bahamiten,

    wenn das eure einseitige Begabung nicht übersteigt, dann lest doch mal zu dem hier behandelten Thema

    Mai-Buendnis zur Stellungnahme des Plenums der Roten Flora,

    Antikritik à la Fake McGuffin,

    Griff ins Klo [2004]

    und für Analphabeten wie JustIn Monday ein

    Mitschnitt: Wer sind die «Kapitalisten»?

    Viel Spaß beim echauffieren

    A. vom Mai-Bündnis

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