Archiv für Mai 2010

Hoch die Inter-Antispeziestische Solidarität

Die Antispes in Kiel finden die TAN gut, und meinen die Hamburger spinnen alle.
Und nebenbei erklären sie nochmal wie es zur Verhinderung von Warum Israel in Hamburg (lang ist’s her) kommen musste:
„Ganz zu schweigen von der Ausgangslage als solcher, dass eine offensiv antideutsche Gruppe (Kritikmaximierung)* in einem durch migrantische und internationalistische Linke geprägten Raum eine pro-israelische Veranstaltung durchzuführen versuchte.“

in anderen Worten: Ausländer und Israel, das kann nicht gut gehen.

und von solchen Leuten muss man sich bei nächstbester Gelegenheit als Rassist beschimpfen lassen…

*phex fragt sich, woran die das festmachen…

antisemitische Angriffe

Brandanschlag auf die Synagoge in Worms: Das jüdische Gotteshaus wurde an mehreren Stellen angezündet.

Wieder ein Angriff auf die Jüdische Gemeinde in Pinneberg!

hier geborgt: http://antifawdl.blogsport.de

Übergriff auf neu eröffnete KZ-Gedenkstätte in Hamburg

Glastafeln mit den Namen der im Außenlager Wandsbek inhaftierten Frauen entwendet…

Am vergangenen Sonnabend wurde die kleine neue KZ-Gedenkstätte am Ort des ehemaligen Neuengammer Frauen-Außenlagers Wandsbek in Hamburg in Anwesenheit dreier Überlebender des Lagers eröffnet. Alle drei Frauen äußerten ihre Rührung und Freude darüber, dass nun würdig an ihre Haftzeit und das Leiden ihrer Mithäftlinge erinnert werde sowie über die Anwesenheit auch und gerade jungen Menschen bei der Gedenkfeier. Schüler/innen des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums arbeiten zur Zeit am Entwurf eines Mahnmals, das die Gedenkstätte im Sommer vervollständigen wird.

Bestandteil der neu eröffneten Gedenkstätte waren sechs Granitwinkel mit Glastafeln, auf denen 483 der Frauen namentlich benannt und auch 24 Unbekannte erwähnt wurden. Waren vor einigen Wochen bereits Informationstafeln sowie eine Bank der im Aufbau befindlichen Gedenkstätte mit Hakenkreuzen beschmiert worden, entdeckten Anwohner heute morgen, dass die sechs Glastafeln mit den Namen der dort inhaftierten Frauen aufwendig abgeschraubt und gestohlen worden waren. Zudem waren neu gepflanzte Heckenpflanzen aus der Erde gerissen und liegen gelassen worden. Neonazistische Schmierereien oder weitere Zerstörungen wurden nicht entdeckt. Die Polizei wurde sofort eingeschaltet.

Am 31. August 1944 waren hier über 500 Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück – die meisten von ihnen politische Häftlinge aus Polen, Russland, Slowenien, Belgien, den Niederlanden, Tschechien und Deutschland – zur Zwangsarbeit ins Außenlager Wandsbek gebracht und in der Gasmaskenproduktion der Firma Dräger sowie in den letzten Kriegswochen bei Aufräumarbeiten im zerstörten Hamburg eingesetzt worden.

Die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme ist wütend und schockiert über diese erneute Beschädigung der KZ-Gedenkstätte in Wandsbek innerhalb weniger Wochen und hofft auf ihre schnelle Wiederherstellung. Den Zerstörer/innen muss eines klar sein: Wir werden nicht nachlassen in unseren Bemühungen um einen würdigen Gedenkort!

Informationen zum Ermittlungsstand erfahren Sie beim Bezirksamt Wandsbek oder der zuständigen Polizeidienststelle.

PM, Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V., 10.05.2010

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Patriarchat vs. heternonormative Matrix

Demnächst ist der Antifaschistische Frauenblock Leipzig zu Besuch in Hamburg auf Einladung der Gruppe souslaplage.
Es wird um eine Diskussion um die Begriffe Heterosexuelle Matrix vs. strukturelles Patriarchat gehen. In der Jungleworld gab es zum Thema auch schon eine kurze Dikso, an welche die Veranstaltung wohl angelehnt ist:
Kampf der heteronormativen Matrix!“ von Hannah Holme
Kampf dem struktuirellen Patriarchat!“ vom AFBL
Die Veranstaltung ist am 27 Mai 2010 um 19 Uhr in der „Fabrik“ im Gängeviertel, Valentinskamp 34

Heraus zur reaktionären 1. Mai Demo in Hamburg

Das revolutionäre 1. Mai-Bündnis nimmt sehr kurz Stellung gegenüber den Vorwürfen des Rote Flora Plenums.

Mai-Bündnis 2010 breiter denn je
2010 wird die revolutionäre Mai-Demo vom breitesten Bündnis ihrer 8-jährigen Geschichte unterstützt*, auch von Einzelpersonen und einer Gruppe aus der Roten Flora. Es freut uns, dass wir dazu beigetragen konnten, dem Berliner Beispiel folgend ein breites linkes, diesmal auch internationales Spektrum zur antikapitalistischen Mai-Demonstration zusammen zu bringen.

Unterstützende Gruppen: ADGH, AG Kritische Linke (bei Die Linke, Hamburg), AGIF, Antifakonzert, ATIK, Autonome Antifa Süd-Holstein, Autonome Lurup, GAM, KARAWANE-Café, K&D, Liga gegen den Imperialismus, Rote Szene Hamburg, S.E.N.G, SDAJ Hamburg, SoL (Sozialistische Linke), Sozialforum Eimsbüttel, Verschiedene Einzelpersonen aus der Roten Flora. [Stand 23.04.10]

ADGH – deren Theorie u.a.: Lenin, Mao, Stalin
AG Kritische Linke (bei Die Linke, Hamburg) – antiimp-spinner in ner sozialdemokratischen Partei
AGIF – Teil der Marksist Leninist Komünist Parti, Mit Stalin im Banner
ATIK – Marxisten-Leninisten
K&D – Kritik und Diskussion… M/L oder Gegenstandpunkt oder sowas
Liga gegen den Imperialismus – Name sagt wohl genug
Rote Szene Hamburg – Leninisten-Nachwuchs
SDAJ Hamburg – marxistisch-leninistisch und DKP nah
SoL – sind ja bekannt
Sozialforum Eimsbüttel – Traditions(also Antiimp)-Linke
Verschiedene Einzelpersonen aus der Roten Flora – kann ja jede_r sein

Mit dieser Aufzählung will das revolutionäre 1. Mai Bündnis also widerlegen, dass es ein antizionistischer, reaktionärer Haufen ist?
Da bleibt nur zu sagen: lol

Und JustIn Monday hat sich die Mühe gemacht, dem revolutionären (im emanzipatorischen Sinne) Gehalt des Aufrufes mal auf den grund zu gehen:

Es ist daher keinesfalls verwunderlich, dass das Bündnis, das den Aufruf verfasst hat, von Gruppen bestimmt ist, die sich selbst als antizionistisch bezeichnen und dies, sowie den antisemitischen Gehalt des Antizionismus, bei jeder sich bietenden Gelegenheit kundtun. Andererseits gehen der Aufruftext und der Antisemitismus des B5-Spektrums auch nicht unmittelbar auseinander hervor. Aber um einen Verzicht auf eine antikapitalistische Positionierung, als der die Abgrenzung in der Erklärung der Roten Flora wirkt, handelt es sich dabei nur, solange darunter auch Bilder und Stereotype verstanden werden, die in einer kommunistisch-emanzipatorischen Kritik nichts zu suchen haben. Die Abgrenzung vom Antisemitismus ist dabei tatsächlich das dringendere Problem. Gleichzeitig ist die Angst, die Kritik des Antisemitismus verhindere jede Kritik des Kapitalismus, insofern ernst zu nehmen, als dass von dieser Sorte Kapitalismuskritik wirklich nicht viel übrig bliebe, sobald auf den korrespondierenden Antisemitismus verzichtet würde. Schade wäre es darum in keiner Hinsicht.

Außerdem: ganz nebenbei wird mit dem Gerede von der 8-jährigen Geschichte des revolutionären 1. Mai-Bündnis eine Kontinuität behauptet welche nicht gegeben ist. Das Bündis welches seit 2003 über Jahre die 1. Mai Demos organisierte war explizit sozialrevolutionär und maßgeblich aus dem undogmatischen und anarchistischen Spektrum getragen.

Ansonsten solidarische grüße an alle Antifaschistinnen und Antifaschisten, welche sich bei diesem nassen Wetter mit den Nazis und Bullen rumärgern!

Nachtrag:
habe gerade erfahren, dass es auch ein lustiges cover zu dem bekannten prolligen HipHop-Mobislierungsvideo gibt. :)