Archiv für Januar 2010

Trauern um Dresden heißt trauern um den NS

Der Dresden Mythos – Geschichtsrevisionismus am Beispiel Dresdens.

Der seit 1998 in Dresden, anlässlich der Bombardierung der Stadt im Februar ’45, stattfindende Naziaufmarsch hat sich als ein bedeutendes jährliches Großevent in der bundesweiten Naziszene etabliert. Spektrenübergreifend treffen sich jedes Jahr mehrere tausend Alt- und Neonazis um ihre geschichtsrevisionistische und Shoa verharmlosende Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen. Warum diese gerade in Dresden über Jahre hinweg nahezu ungestört möglich war, liegt an der allgemeinen Gedenkpraxis in Dresden. Jahreland fand hier eine fast ausnahmslose Stilisierung der Deutschen als Opfer statt. Die Ausblendung der Ursachen der Bombardierung sowie zahlreiche Mythen und Legenden boten Neonazis viele Anknüpfungsmöglichkeiten. In den letzten Jahren jedoch fand ein Wandel im Dresdner Gedenk-Diskurs statt, der sowohl eine artikulierte Abgrenzung von den Nazis als auch eine inhaltliche Verschiebung mit sich brachte. Doch trotz der offiziellen Entmythologisierung, Versachlichung und Kontextualisierung des 13. Februars bleibt das Dresden-Gedenken in seinem Kern geschichtsrevisionistisch und muss als solches kritisiert werden.

Der Vortrag gibt einen Überblick zum jährlich in Dresden stattfindenden Gedenken sowie dessen geschichtliche Entwicklung. Die Referent_innen gehen der These nach, dass das Gedenken in seinen verschiedenen Formen geschichtsrevisionistisch ist.

Heute/Dienstag, 26. Januar, um 19 Uhr in der Roten Flora

2 Filme: „Auschwitz – Zwei Dokumentationen“ (90 + 60 Min.)

Erster Film:

„Zeitabschnitte des Werner Bab“, 90 Min, Deutschland 1996, von Christian Ender

Der Holocaustüberlebende Werner Bab schildert in dieser Dokumentation seine Lebensgeschichte als jüdischer Bürger ab 1933 in Deutschland sowie das Leben und Sterben in den Konzentrationslagern, insbesondere in Auschwitz, Mauthausen und Ebensee.

Zweiter Film:

„Die Befreiung von Auschwitz“, 60 Min. Deutschland 1986, von Irmgard von zur Mühlen

Dieser Dokumentarfilm enthält alle Aufnahmen, die sowjetische Kameramänner nach der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 gedreht haben. Ergänzt wird der Film durch Interviews mit dem Kameramann Alexander Woronzow, der die Soldaten begleitete. Gäste: Werner Bab und Christian Ender

Sonntag, 31. Januar 2010, 17 Uhr

Kommunales Kino METROPOLIS, Steindamm 52/54, 20099 Hamburg
Veranstaltet vom VVN/BdA Hamburg

neues Jahr

neues Glück

obwohl ich es leider gestern Nacht durchgespiel habe… und das Ende kam doch ein wenig plötzlich. :/