Antifa-Debatte die 367te

Zur antiimperialistischen oder antideutschen Weihe irgendwelcher Staaten und ihrer Kriege eignet sich linker Antifaschismus daher gar nicht.

Antifa [f]

Das konnte sich die Antifa [f] aus Frankfurt natürlich nicht verkneifen in ihrem neuen Beitrag zur never ending antifa-debatte.
Dieser Satz geht aber wie so oft über simples bashing nicht hinaus. Denn es wäre ja zu kritisieren warum für welche Staaten Partei ergriffen wird. Es handelt sich ja nicht um irgendwelche Staaten. Auf der einen Seite wird alles befürwortet was den Lauf gegen den großen oder den kleinen Satan richtet, auf der anderen geht es primär um die Staaten der Anti-Hitler-Koalition (da würde die [f] wahrscheinlich auch nicht von irgendwelchen Staaten welche irgendwelche Kriege führen sprechen) und um Israel welchem seit seiner Existenz von nicht wenigen Menschen auf der ganzen Welt ein schnelles Ende gewünscht wird.
Über die Kriege der USA müsste wohl mehr gesagt werden, das spare ich mir jetzt aber.
Richtig ist natürlich, dass es nicht unprobelmatisch ist wenn aus einer Kritik am Antisemitismus, in zivil unterwegs als Antizionismus, oder am Antiamerikanismus zum Beispiel in der Friedensbewegung praktisch nur eine Befürwortung bestimmter militärischer Einsätze übrig bleibt.

Einige zeilen über obigem Zitat haben sie jedoch selber festgestellt, dass es schlimmere Dinge gibt als die Kapitalverwertung:

Im Gegensatz zu regressiven Bewegungen setzt die bürgerliche Gesellschaft aber grundsätzlich die Handlungsfreiheit und die Interessen des Einzelnen ins Recht. Gesellschaft entzieht sich so der Kontrolle der bürgerlichen Subjekte, erscheint ihnen jedoch immerhin als menschengemacht und damit als (potentiell) vernünftig.

Obwohl sie sich hier irren wie ich meine. Die Gesellschaft erscheint dem Bürger nicht Menschengemacht, sie ist es. Zumindest in einem gewissen rahmen. Sie erscheint ihnen jedoch als natürliche und im Prinzip immergleich dagewesene.

Aber immerhin wird der Islamismus angemessen gewürdigt.

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