Archiv für August 2007

just blogging

endlich geht blogsport wieder und ich kann bloggen!!!! Ich hoffe das wird nicht wie am ende bei myblog, das ständig kein zugriff möglich ist und so!

nun, viel zu bloggen habe ich auch nicht, nur kleinkram.

Ich lese gerade ein Buch über Widerstand und Exil deutscher Anarchosyndikalisten im NS. Der Widerstand war nach dem Buch wohl nicht sehr gross. Die FAUD war zum ende hin eh schon ziemlich zusammengeschrumpft und ihr Widerstand gegen die Nazis bestand wohl hauptsächlich daraus die Strukturen halbwegs aufrecht zu erhalten, was auch schon schwer und gefährlich genug war.
Zeitung der FAUD
Naja, und die Exilanten hatten scheinbar andere Sorgen. Sie gaben ab 1934 eine Zeitung heraus, und der Titel der ersten Nummer war „Das Deutschtum im Ausland. Blätter zur Pflege deutscher Art“. Ich kann mir da beim besten Willen nichts gutes drunter vorstellen!
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ansonsten ist am Samstag dem 1. September in dem Kaff Rieseby eine Antifademo. Die Naziszene fühlt sich dort scheinbar recht wohl und wächst und gedeiht und dann kann mensch mal ein bischen die Dörfliche Antifa supporten. Der Aufruf ist boring (die fangen an damit dass ihr Dorf ja so schön wäre ohne die Nazis! *g* Und es bleibt auch dabei dass nur immer nazis böse böse sind) und auf dem konzi spielt Holger Burnern („Ich bin gegen jeden Nationalismus und vor allem gegen den Zionismus.“), aber ich finde das dennoch ganz unterstützenswert.
auf auf zum Kampf
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Und dann sei hier noch kurz auf den Kongress des …ums ganze! Bündnisses im Dezember hingewiesen. Ich finde die in ihrem tun ja eher bedenklich, aber eine Diskussion zwischen (Post-)Operaismus und Wertkritik mit durchaus interessanten Leuten stelle ich mir schon spannend vor.
Obwohl die …ums ganze! Leute ihr Verhältnis zu beiden Theorieströmungen klar zu haben scheinen. Ins Flugblatt kommt die Wertkritik, und in der Praxis ist dann alles Revolutionär und überall wird mitgespielt (also etwa operaismus).

Fussbälle wie Atombomben

gerade bei den msn nachrichten drauf gestoßen. Die Sache mit den Bällen ist ja eigentlich ein alter hut, aber offensichtlich wieder aktuell. :)

Verschenkte Bälle könnten Anschläge auslösen

Die US-Armee hatte es gut gemeint, als sie in Afghanistan aus einem Hubschrauber Fußbälle abwarf. Aber auf den Bällen war auch die saudische Flagge mit dem Namen Allahs abgedruckt. Das Treten danach ist für Muslime ein Sakrileg, eine Zeitung warnt vor neuen Anschlägen.

Das US-Militär hat sich bei den Afghanen für das Verteilen von Fußbällen entschuldigt, deren Design Muslime als Gotteslästerung empfinden könnten.

Die Armee sei sich der Sensibilität der Angelegenheit nicht bewusst gewesen, sagte eine Sprecherin des Militärs am Montag.

US-Soldaten hatten am Freitag aus einem Hubschrauber heraus über einer Region im Südosten Afghanistans Dutzende Fußbälle abgeworfen, welche die Flaggen verschiedener Länder zeigen. Unter anderem ist auch die saudiarabische Fahne abgedruckt, welche die islamische Glaubenserklärung und damit die Namen Allahs und des Propheten Mohammed enthält. Das Treten nach einem Gegenstand, der diese Namen trägt, empfinden Muslime als schwere Beleidigung.

Eine afghanische Zeitung schrieb, die Bälle könnten wie eine Atombombe wirken und Massaker in ganz Afghanistan auslösen. Die Sprecherin der US-Armee sagte, die Bälle seien als Teil eines humanitären Hilfsprojekts für afghanische Kinder gedacht gewesen.

source

der Ball des anstoßes

die spinnen, die islamisten.

Lebenszeichen…

Seit 20 Tagen nix mehr geschrieben. Und nun habe ich auch nichts wirklich bloggenswertes was mir auf dem Herzen liegt.
Habe gerade die „28 Thesen zur Klassengesellschaft“ von den Freundinnen und Freunden der Klassenlosen Gesellschaft gelesen. Schon ganz nett, aber zum einen leuchtet mir die wichtigkeit des Klassenbewusstseins immer noch nicht wirklich ein, und ich habe ein bischen den Eindruck dass sie dem Proletairiat doch noch einen gewissen in sich tragenden emanzipationsgehalt unterstellen und das zurückgreifen auf reaktionäre Ideologien durch die vom Kapitalismus gefickten ein bischen ausblenden. Obwohl beides schon auch benannt wird in ihren Thesen.
naja ihr wisst schon, wie auch immer…
Kosmoprolet
hoffe ich werde die Tage wieder eher zum sinnlos durchs internet surfen und bloggen kommen.

miese españolistas und anderer scheiss

Habe gerade das Papier zum ende des Streiks bei Mercadona gelesen, und dort eine schöne stelle gefunden über was sich linke dort so gedanken machen:
„Der Gipfel war die Behauptung einiger ihrer [linker Parteien, Phex] „AktivistInnen“, dass wir „españolistas“ [Anhänger des spanischen Zentralstaates im Gegensatz zu katalonischen NationalistInnen] wären, weil wir kastilisch reden,…“
naja, aber der Natioanalismus gerade in Spanien ist ja auch bekannt…

Und habe im Radio gehört und nun auch bei der FR gelesen, dass die Bahner mit 95,8 Prozent für Streik gestimmt haben.
Wünsche dann mal viel erfolg!
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Und habe mir in den letzten Tagen auch mal die Nachbetrachtung zum G8-Gipfel der Antifa-KOK zu Gemüte geführt. Und nach dem lesen denkt mensch, die Weltrevolution stünde kurz bevor. Schon die überschrift: “ Join the winning side“!! Und die meinen natürlich nicht dass ein Job bei Polizei, Armee oder Wachdienst der weg zu dieser ist.
Denn „Vorneweg: Die Aktionen und Proteste gegen den G8-Gipfel in heiligendamm waren ein Voller Erfolg.“
Und weiter stellen sie bei ihren tiefgründigen refklektionen fest: „Das Spektakel der G8 ist geplatzt, ihre Zeit läuft ab, unsere bricht an.“ und „Damit haben sie [die Blockaden] den Prozess des Bedeutungsverlustes der G8 weiter beschleunigt und sagen zum wahrscheinlich letzten G8-Gipfel in Deutschland: Gute Nacht G8!“
so siehts aus
Die Antifa-KOK demonstriert hier ihren absoluten realitätsverlust.
Inhaltlich gibt es an dem Papier wenig zu kritisieren, denn den gibt es nicht. Alles war gut gelaufen, die Blockaden haben den Gipfel total gestört und die Bullen konten nicht verhindern dass gezeigt wurde „wie eine linksradikale Praxis aussehen kann“.
Dann wird noch ein bischen gezeigt dass die Medien ja alle blödsinn schreiben und die Demonstranten eigentlich ganz friedlich waren und dann noch ein bischen über die böse Polizei rumgejammert. Es gibt auf den ganzen 15 Seiten kein einziges Selbstkritisches Wort.
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Letzte Woche war mir mal wieder ein wenig Kultur gegönnt. Caveman im Schmidts Tivoli. Der Typ war zwar Stellenweise ein bischen lustig aber die Aussage des Stückes war nur scheisse. Männer sind so wie sie sind weil sie früher ja die Jäger waren und Frauen sind so wie sie sind weil sie ja die Sammlerinnen waren! Und die Lösung des „Kampfes der geschlechter“ ist: 2 Lagerfeuer. Eines für die Männer, eines für die Frauen. Und die Kindern haben ihr eigenes kleiner in der Mitte!
same old shit! Aber auch ansonten wurde nur mit den plattesten Klischees gespielt… also mein Fazit: reaktionärer scheiss und nicht lustig. Keineswegs zu empfehlen.
der caveman