Von Punks, Autonomen und Montagsdemonstranten…

Ich habe eine Theorie aufgestellt warum Punks, genauer Deutschpunks, so platt sind wie sie sind.
Es hatte sich mal Punk gegründet, war halbwegs subversiv, fand alles scheisse und lehnte alles bürgerliche ab. Unter anderem Bücher lesen.
Und so hörten die ganzen Punks immer nur Punksmusik und holten sich daraus alle ihre politischen Ansichten. Also hauptsächlich: Scheiss Staat, Scheiss Nazis, Scheiss Bullen, Scheiss USA. Und die Punks gründeten neue Bands und sangen über die dinge über die ihre Vorbilder sangen. Und die wurden so selber Vorbilder für einen neue generation welche auch wieder Bands gründeten…. und so blieb alles gleich oder wurde noch schlechter. Weil Kopien von Kopien von Kopien sind halt in der qualität nicht so hochwertig wie das Original.
Dies ist jetzt nur sehr kurz und oberflächlich angerissen, aber diese Idee stecken auch quasi noch in den Kinderschuhen.
Ähnlich wie bei den Punks verhält es sich auch mit den Autonomen. Die Themen sind ein bischen anders, mehr so Bauwagenplätze, Besetzte Häuser, der tolle Kiez und natürlich auch hier Nazis und Staat.
Die Autonomen stammen ja auch aus der Punkbewegung, so dass die ähnlichkeiten nicht verwunderlich ist. Die Autonomen gründen nur statt Bands Autonome Gruppen, Schreiben statt Liedern Flugblätter und lesen auch nur diese.
So lesen sie Flugblätter und schreiben welche und lesen welche und schreiben welche…. wie bei den Punks auch.
Bücher lesen sie scheinbar nicht, sonst müssten sich erweiterungen des Horizonts bemerkbar machen, was eher selten der fall ist.
naja… wie gesagt… ist alles noch nicht sehr ausgereiftm aber ich denke so ungefähr entwickelt sich das.

Und zur Montagsdemo. Es gibt sie noch!! Ich war heute bei Saturn in der Mönkebergstrasse und da standen 20 merkwürdige menschen im Kreis, teilweise mit Transparenten und einer mit ner Tuba und einer mit Mikrophon. Da standen sie und haben reden geschwungen und Lieder gesungen dass endlich alle Arbeit bekommen sollen aber bitte nur 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Und so wie die dastanden sahen die eher ein bischen abgewrackt aus, aber ich glaube da ist was im Busch!! Denn die eine Rednerin sagte voller Hoffnung und Wut: „… es geht bergab mit der Regierung! Und es wird bergauf gehen mit diesem Land! Denn wir werden das Ruder in die hand nehmen! Denn wir sind das Volk!“ Mächtige Worte!!!!! :)

und auf BadWeather habe ich gelesen dass am 16. Oktober mal wieder ein Naziaufmarsch in Hamburg ist.
„Nationale Arbeitsplätze statt internationaler Profite“ ist ihr Motto. Ich bin auch für Arbeit für Nationale!! ;)

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4 Antworten auf „Von Punks, Autonomen und Montagsdemonstranten…“


  1. 1 tee 05. September 2006 um 9:43 Uhr

    auf den punkt gebracht.
    aber so funktioniert dies und das nunmal, könnte daher kommen.

  2. 2 w 05. September 2006 um 12:26 Uhr

    arbeit nur für nazis!

  3. 3 nada 05. September 2006 um 14:34 Uhr

    bei den punkels kann ich nur zustimmen, aber die autonomen… ich weisz ja nicht, hätte ich als autonomer (hab mich, glaub ich, mal so bezeichnet als ich noch quetschenpaua[würg] gehört hab) keine bücher gelesen wär ichs wohl heut noch;) gilt auch für ein paar andere leutchens die nun ganz fit unterwegs sind (allerdings könnte hier die autonome antifa [f] als gegenbeispiel im phexen sinne angeführt werden;)
    by the way und völlig sinnfrei am wochenende geh ich auf wagen?platz!tage…

  4. 4 phex 05. September 2006 um 16:40 Uhr

    mensch kann sich natürlich auch von seinem dasein als Autonomer oder Punker befreien. Das wäre ja sonst grauenhaft!!!

    Und bei den Autonomen ist die tendenz zum Bücherlesen schon etwas grösser glaube ich, aber es begegnen einem halt auch immer wieder so richtig klassische Autonome… und da passt es dann! :)

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